Keine Arme, keine Kekse Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Sonntag, 16. Dezember 2007

 Oh du fröhliche, oh du selige, oh du gnadenbringender Landespokal. Gar ungnädig zeigten sich am Samstag die Sprößlinge des Dresdner Sportclubs mit uns. Nach nur 57 Minuten war der kollektive Weihnachtsausflug ins bitterkalte Elbtal nach Coswig schon beendet. Einzig die sehr leckere Bewirtung seitens des Ausrichters (Glühwein, Glühwein und Glühwein) wird uns freudig oder besser gesagt nachhaltig in Erinnerung bleiben. Der Rest darf getrost vergessen werden.

Ich verliere daher auch nur einige Sätze zu diesem Spiel. Und beantworte mal an dieser Stelle einfach die Fragen, die ich mir im Selbstinterview gestellt habe.

Herr Rauschenbach, wie fühlen sie sich nach dieser Niederlage?

Ach, ich habe die Niederlage erwartet. Vielleicht war sie am Ende etwas zu hoch, aber sie geht in Ordnung. Dresden war besser oder wir nicht gut genug um besser zu sein als Dresden.

Aber warum waren sie spielerisch unterlegen?

Nun, sicher waren wir geschwächt durch den Ausfall meherer Stammspieler, aber das will ich hier nicht als Ausrede gelten lassen, dass wir im ersten Satz mit 5:19 zurücklagen und diesen dann folgerichtig verloren haben.

Stimmte da die Einstellung des Teams etwa nicht?

Nee, daran hat es nicht gelegen. Die Stimmung war top. Das lag wohl auch daran, dass sich das aufgestaute Aggressionspotential der Hinfahrt, aufgrund der beengten Sitzlage im Auto, nicht in kinetische Energie umwandeln konnte. So mussten unsere Schwergewichte Maik, Nico und Herr R. im Fond Heinis Autos Platz nehmen. Unzumutbar, wo vorne doch der Erich saß.

Kurz zum Spiel. Im ersten Satz haben sie praktisch nicht stattgefunden. Im zweiten keimte dann sogar Hoffnung auf, man könne einen Satz gewinnen, nachdem man schon mit 1:0 führte. Warum schafft es ihr Team nicht, solch' eine Führung nach Hause zu bringen?

Also mein Herr, erstens ist das nicht mein Team. Schließlich haben sich noch keine russichen Braunkohleoligarchen bei der Lokomotive eingekauft. Die haben ihr Geld leider schon bei Lokomotive Moskau investiert. Und zweitens fehlte uns vielleicht etwas die Cleverness um diese Führung sicher über die Zeit zu bringen. Im dritten Satz haben wir bis zum 11:15 gut mitgehalten, sind dann aber wieder über unsere eigenen Arme gestolpert.

Lag es letzlich nicht an der wirklich schwachen Annahme, Herr Rauschenbach?

Nun, wie schon gesagt - keine Arme, keine Kekse. Wenn der Libero zuspielt, der Mitteblocker in der Hauptannahme steht, der Stammzuspieler in Dessau ist und der Hauptangreifer rotgesperrt, dann finde ich die Leistung letzlich ok. Sicher, wer verliert, hat immer etwas falsch gemacht, aber nicht alles.

Das war das letzte Spiel vor der Winterpause. Was werden sie tun, um diese Defizite abzubauen?

Urlaub machen, Glühwein trinken, Silvester feiern und ins Metropolis gehen. Das sollte reichen.

Die Fragen stellte Andreas Rauschenbach

Es spielten am Samstag:

  • Meister Petz
  • Bi Ba Baznmann
  • Autobahnmarco
  • Abstiegsvolker
  • Spongebob Nico
  • Kurpfuscher Heini
  • Onkel Erich
  • Keanu Reeves
» 4 Kommentare
*
*
"Kein PSYCHO, keine KEKSE?" von PMM am Dienstag, 18. Dezember 2007 19:15
Schade dass ich nicht dabei sein konnte. 
 
So weist meine Hobby-Psycho-Test-Reihe nun eine sehr bedenkliche Lücke auf, die mitunter dazu führen kann, dass alle bisher erhoben Testdaten für die Katz sind. 
 
Persönlich hatte ich ja, positives Stimmungsbarometer und knappe Niederlage vorausgesetzt, auf einen ganz anderen Verlauf gesetzt und somit auf Beendigung meiner Testreihe gehofft. 
 
Beim gestrigen Turnier wurde meine Hypothese, leider nicht zum Wackeln gebracht. Ein wenig PSYCHO brachte allerhand vorweihnachtlichen KEKSGESCHMACK. 
 
Nehmen wir den letzten Satz mal als Ausreißer, führte die Testreihe zu außerordentlich positiven Ergebnissen. Jedenfalls unter Betrachtung der aufgestellten Hypothese "Kein PSYCHO, keine KEKSE!". 
 
;-)
* *
*
*
"Nice :D" von Olli DD am Montag, 17. Dezember 2007 12:15
Schick geschrieben, Respekt! 
Für den Dresdner SC war es ein schöner Weihnachtsausflug, aber auf Grund eurer Ausfälle war es wohl kein ernsthafter Vergleich. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg in der Sachsenklasse, ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in neue Volleyballjahr 2008... 
Viele Grüße aus dem schönen Elbflorenz in die Messestadt!
* *
*
*
"Jawoll!!" von BIBaBaznmann am Sonntag, 16. Dezember 2007 23:47
Wahrlich ein vortrefflich geführtes Interview! Der Journalist hat damit ein außerordentliches Gespür für einen sowohl eloquenten als auch humorvollen Gesprächspartner bewiesen. Wir lachenden Leser verneigen uns in Applaus!
* *
*
*
Kommentar von Hannes am Sonntag, 16. Dezember 2007 17:34
*muharharhar* 
Das ist ma richtig geil geschrieben Rausche.
* *
» Kommentar schreiben
*
*
Name
Titel
Kommentar
Captcha Image
* *
 
< zurück   weiter >

Besucherstatisitk

Heute: 25
Gestern: 37
Gesamt: 32564
max/Tag: 435
Wann: 2010-6-28
max/Monat: 3631
Wann: 2010-6

Lok Inn 2007






Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren