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Lok-Dommitzsch_2006-09
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Punktspiel Herren Saison 0607 47
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Demnächst bei LOK

Keine Termine
Gewogen und für zu leicht befunden Drucken E-Mail
Geschrieben von Die Dampflokomotive   
Sonntag, 13. Dezember 2009
WaageIm letzten Spiel der Hinrunde gastierten unsere Kumpels der grünen Höllenmaschine aus Dommitsch bei uns. Doch wider der Begegnungen der letzten Jahre wurde die Maschine als zu leicht gewogen für die Dampflokomotive aus dem Mockauer Lokschuppen. In 58 Minuten überrollte die Lok "The Green Machine" mit 25:13, 25:12, 25:23. Damit war die Hinrunde für uns beendet - auf Platz eins der Bezirksliga. Im zweiten Spiel des Tages gastierte dann der Tabellennachbar aus Bad Düben II bei uns. Und die hatten noch eine Rechnung mit uns offen. Wir waren uns aber keiner offenen Forderung bewusst, begeichen wir unsere offenen Posten immer sofort!
 
Zum Abschluss der Hinrunde war also noch Dommitzsch an der Reihe. Mit den Jungs verstehen wir uns gut, gab es doch etliche knappe und auch immer sehr schöne Spiele. Meist mit dem besseren Ende für uns. Doch in dieser Saison stottert die Maschine aus der Elbestadt. Nur Vorletzter, kämpft die Truppe um Kapitän Thomas Enge um den Verbleib in der Bezirksliga und zeigt sich noch nicht erholt vom Weggang ihres Leistungsträgers Tweety. Dieser widmet sich jetzt der Jugendarbeit bei den LE-Volleys und lässt seiner journalistischen Ader dort freien Lauf. Doch Mitleid haben wir da nicht, zumindest nicht, wenn wir dann gegenüber auf dem Brettern, die das Feld bedeuten, stehen.
Wir fingen an wie die Feuerwehr. Unsere Annahme war nicht nur in den ersten Minuten des Spiels gut, nein, sie sollte das komplette Spiel über unsere große Stärke sein. Damit hatte unser Zuspieler Maik alle, aber wirklich alle, Möglichkeiten beim variablen Zuspiel. In der Mitte, Außen oder auf Diagonal krachte und bummte es auf der Dommitzscher Hälfte. Und war es mal kein Angriff von uns, dann war es der Block, der den Rest besorgte. In 16 Minuten war Satz eins vorbei. Dommitzsch ohne wirkliche Chance. Satz zwei das Spiegelbild des ersten Satzes. In nur 15 Minuten ging auch dieser Durchgang an uns. Wahnsinn! Unsere Fans, die in Erwartung eines spannenden Spieles eine halbe Stunde nach Anpfiff kamen, rieben sich verwundert die Augen. Auf der Anzeigetafel stand doch tatsächlich 2:0 Sätze. Satz drei sollte also schnell gehen. Wie es halt so kommt ließen wir die Dommitzscher dann doch noch etwas mitspielen. Auch deren Hauptangreifer Florian Schreiber, ein Linkshänder, kam jetzt immer besser in Fahrt und überWand unsere BlockWand. Beim 22:21 führen wir dann erstmals und spielen unsere ganze Routine in dieser Situation aus. Mit 25:23 geht auch der finale Durchgang an uns und damit das Match.
 
Bilanz nach der Hinrunde. 9 Spiele, 8 Siege, 25:6 Sätze - nur der TSV II besiegt uns. Diese Rechnung werden wir aber noch begleichen. Erstens in der nächsten Runde des Bezirkspokals und im Rückspiel am 30.01.2010 bei uns im Lokschuppen.

Spiel zwei des Tages war dann auch gleich das erste Spiel der Rückrunde und ein Knallerspiel. Erster gegen Zweiter. Bad Düben II hatte noch einen sehr großen Posten offen. Im Hinspiel vor vier Wochen bezogen sie bei uns eine knappe 0:3 Niederlage (22, 25, 23). Das war zum Teil der etwas dünnen Personaldecke zu verdanken, sagte man auf Dübener Seite. Heute waren sie auf jeden Fall in besserer Besetzung, während bei uns drei Kandidaten aus der Buchhaltung fehlten. Es sollte kein einfaches Spiel werden, dessen waren wir uns bewusst. Bad Düben war sehr gut von Trainer Holger Behne auf uns eingestellt worden. Mit variablen Aufschlägen und einem bärenstarken Block schlug es bei uns im Feld öfter als erwartet ein. Wir brauchten eine Weile, um uns auf die teilweise recht unangenehme Spielweise der Kurstädter einzustellen. Beim 17:20 wurde es dann kritisch für uns. In solchen Drucksituationen zeigten wir im bisherigen Verlauf der Saison immer eiserne Nerven und zogen den Kopf meist aus der Schlinge. Auch diesmal glichen wir zum 21:21 aus und nun ging es hin und her. Bad Düben war immer vorn und uns gelang kein Sideout. Insgesamt vier Aufschläge semmelte Düben ins Netz ab diesem Spielstand. Aber auf unserer Seite nutzten wir ebenso drei K2-Chancen nicht, um uns einen Satzball zu erarbeiten. Beim 29:28 ging unser Angriff ins Aus und wir lagen 0:1 nach Sätzen hinten. Eine ungewohnte Situation für die Lok.
Der zweite Durchgang bot dann wirkliche Klasse und war eines Spitzenspiels würdig. Das Adrenalin auf beiden Seiten floss durch die Adern, das Schiedsgericht musste mehrmals die Kapitäne zum Dialog an den Bock bitten. Unfair ging es aber nie zu! Wir wussten, dass wir den Satz gewinnen mussten, um im Spiel zu bleiben. Doch mit der schnellen Angriffsmaschinerie der Badstädter kamen wir einfach nicht zurecht. Erneut stand es 21:23 gegen uns. Diesmal zeigten wir aber wer in da house ist. Mit erfolgreichenm Block und vier variablen Aufschlägen am Stück fuhren wir den Satz mit 25:23 ein. 1:1 und nun ging es bei null los.
Der dritte Rechnungslauf ließ das Spiel kippen. Mittlerweile hatten wir unser Angriffsspiel umgestellt und attackierten den Gegner mit seinen eigenen Waffen. Otto außen, Steiger Mitte, kurz Kopf auf Diagonal. Beim 18:14 hatten wir uns den nötigen Vorsprung erarbeitet und fuhren den Satz in den eigenen Lokschuppen ein. Wer jetzt dachte, Düben wäre gebrochen, irrte sich gewaltig. Auch im Hinspiel zeigte sich die junge Truppe gefestigt.
Wir alten Herren ruhten uns wider mal auf unseren Lorbeeren aus und machten den Sack in Durchgang vier nicht zu. Schnell lagen wir mit 3:9 hinten. Es grummelte auf dem Feld. Same Procedure as every year, as every match! Beim 8:20 gegen uns leuchteten noch einmal kurz die Augen und auch einige Dübener Spieler dachten sicher an das Spiel von vor vier Wochen. Diesmal schlugen die Jungs aber zurück und sicherten sich den Durchgang mit 25:14. Unsere Rangierlok musste in der Pause erstmal den Kessel durchblasen. Das erste mal Tiebreak diese Saison. Geil, denn jetzt war es einfach nur noch ein Spitzenspiel.
Und uns gelang der erhoffte Schnellstart. Annahme, Zuspiel, Angriff, 1:0. Aufschlag, Aufbau Gegner, Block 2:0. Kamikaze! Bis zum Seitenwechsel beim 8:6 hielten wir das Minibreak. Danach ging bei Bad Düben nix mehr. Fünf Aufschläge später stand es 12:6. Das war’s. Unsere Abgebrühtheit und unser Schwergewicht, die Eingespieltheit aller Mannschaftsteile, ließen nix mehr anbrennen. Mit 15:8 ging der Durchgang an uns und wir starten mit einem Ausrufezeichen in die Rückrunde. Noch ist das Gewicht der Gegner zu gering. Aber das wird nicht so bleiben. Wir sind jetzt die Gejagten und in dieser Rolle fühlen wir uns wohl.

Wir verabschieden uns in die kurze Weihnachtspause und sehen uns am 9.1.2010 wieder. Dann zu Gast beim TSV III. Schaun mehr mal. Tuut, Tuuut, Tuuuut!
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