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Die Festung steht! Drucken E-Mail
Geschrieben von Thomas der Fröhliche   
Sonntag, 31. Januar 2010
Die LokburgIm Kurfürstentum Sachsen, nahe der Ansiedlung Lips, steht eine Festung, bewohnt von den stolzen Rittern des Nordostens, belagert schon vielfach von mutigen Mannen aus nah und fern – und doch bisher unbezwungen. So kam es, dass sich diesmal sowohl die tapferen Recken aus den grünen Auen um Lips, als auch die furchtlosen Kämpfer aus den Auen der Elbe (mit ihren grünen Kutschen) zur Belagerung der Festung einfanden und nacheinander versuchten, diese im Sturm zu nehmen. Noch vor kurzem hatte man sich im Westen von Lips bei ausgedehnten Ritterfestspielen gemessen und nur mit Mühe die stärksten Haudegen ermitteln können. Aber die Burg der Nordostler hielt ein weiteres Mal Stand.

Zunächst versuchten es die Grünauer Ritter. Kannten sie doch das Innere der Burg von zahlreichen gemeinsamen Gelagen, so sollte auch ein Weg zur Eroberung gefunden werden. Steinschleudern wurden in Position gebracht, Schwerter gewetzt und dann die ersten Brandpfeile auf die Burg geschossen. Doch die Nordostler waren vorbereitet. Gewarnt durch die schmachvolle Niederlage vor den Grünauer Mauern hatte man die Verteidigung verstärkt – „Robert der Schreckliche“  wachte auf den Türmen der Festung. Und so manches Geschoss der angreifenden Recken konnte entschärft werden noch ehe es das Innere der Burg erreichte. Wenn dies nicht gelang, dann waren die Rüstungen und die Kampfkraft der Ritter des Nordostens stark genug, um ernsthafte Verluste zu vermeiden. Und außerdem hatte man ja ebenfalls reichlich Munition hinter den Burgzinnen gelagert und konnte so manchen empfindlichen Treffer landen.
Auch die Dommitzscher Ritter waren bereits am Ort des Geschehens und konnten den Schlachtverlauf sehr genau beobachten. Jeweils 18 Treffer zählten sie bei den ersten beiden Sturmläufen der mutigen Grünauer, während die heimischen Helden immer schon 25 anbringen konnten. Und nicht auf allen Gesichtern der Dommitzscher Recken war Vorfreude auf den eigenen Angriffsversuch zu erkennen.
Aber die Grünauer Eindringlinge gaben sich noch nicht geschlagen. Angetrieben von ihrem erfahrenen Krieger „Mario aus dem Walde“ mobilisierten sie alle Kräfte zum nächsten Gefecht. Keiner von Ihnen war gewillt, ganz ohne Kampferfolg an der bevorstehenden Tafelrunde Platz zu nehmen. Und so kam es, dass ihre Langschwerter nun doch öfter zustachen und so manch geschleuderter Stein mitten in die Festung krachte. 25 solche Treffer und nur 21 der Verteidiger konnten die Dommitzscher Beobachter diesmal zählen und damit neuen Mut für ihre eigene Belagerung schöpfen.
Gut, dass der Burgfrieden bei den Rittern des Nordostens jetzt keinen Schaden nahm. Schnell waren die Brände gelöscht, die Wunden versorgt, die Waffen für die Abwehr des nächsten Ansturms der Kämpfer aus den grünen Auen zurechtgelegt. Und dieser sollte der letzte werden. Die zuvor erprobten Verteidigungsstrategien bewährten sich erneut und zusätzlich wurde noch ein ums andere Mal heißes Pech über die Festungsmauern gekippt. Nach nur 16 Treffern waren die Angreifer endgültig besiegt.
Nun machten sich also die Dommitzscher Recken daran, die ruhmreiche Festung zu erstürmen. Beim ersten Gefecht waren auch für sie die Mauern zu hoch und ihre Geschosse zu harmlos, um ernsthafte Gefahr auszustrahlen. Zudem waren die Ritter des Nordostens besonders motiviert, denn „Marco der Flinke“ und „Maik der Fürchterliche“ hatten den Schauplatz der Kämpfe betreten und natürlich wollte man auch für sie die ein oder andere Lanze brechen. Beim zweiten Sturmlauf der Dommitzscher gelang das dann leider nicht mehr vollständig.
Schon früh hatten die tapferen Angreifer eine offene Flanke ausgemacht und brachten dort immer wieder empfindliche Treffer an. Die Nordostler gaben natürlich nie auf und konnten das Gefecht noch bis zum Ende offen gestalten, aber letztendlich mussten sie sich diesmal nach zähem Kampf knapp geschlagen geben. Besonders „Rausche der Gewaltige“ ärgerte sich darüber maßlos. Aber wer schon mal in der umkämpften Festung zu Gast war weiß, dass seine Treffer nun nur noch heftiger zu erwarten waren. Gemeinsam mit allen anderen Rittern des Nordostens wurde er von „Daniel dem Besonnenen“  noch einmal angepeitscht. Und diese Motivation zeigte ihre Wirkung. Immer wieder wurden die Pfeile, Lanzen, Schwerter, Steine und alles andere womit die Dommitzscher auf die Festung einstürmten abgewehrt und so manches Mal geschickt zum direkten Gegenschlag verwendet. Dazu trafen einige Geschosse die Belagerer so überraschend, dass sie gar nicht erst zu eigenen Angriffsversuchen kamen. Und „Nico der Listige“  wusste die Munition der Nordostler geschickt zu verteilen, um von allen Türmen immer wieder entscheidend zu treffen. Besonders „Diego der Trickreiche“ und „Lars der Mächtige“, aber auch alle anderen furchtlosen Hünen, zeigten jetzt, wie man einen Gegner endgültig in die Flucht schlägt.
Und so mussten schließlich auch die tapferen Mannen aus Dommitzsch den Schauplatz der Kämpfe sieglos in ihren grünen Kutschen verlassen. Die Ritter vom Orden des Nordostens erholten sich schnell von den kleinen Blessuren und freuten sich einmal mehr, dass ihre Festung unbezwungen blieb.
 
Es verteidigten ruhmreich: „Robert der Schreckliche“, „Stefan der Gerissene“, „Nico der Listige“, „Lars der Mächtige“, „Diego der Trickreiche“,  „Rausche der Gewaltige“, „Daniel der Besonnene“, „Thomas der Fröhliche“.
» 2 Kommentare
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"Not in my Castle" von Der Gerissene am Montag, 1. Februar 2010 19:54
Super Bericht. Und ein insgesamt schöner Spieltag. Danke ebenfalls an die tapferen Recken die erst die Ritterspiele ermöglicht haben und selbstverständlich kulinarisch unterstützt haben.  
Aber trotz alledem - die Punkte bleiben in our Castle. :-)
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"Mauern aus Granit" von Der Gewaltige am Sonntag, 31. Januar 2010 23:19
Die Ritterspiele zu Lips sind immer spektakulär. Schwingt man die Keulen während der Spiele, so zecht man danach mit den Rittern der anderen Fürstentümer. Das schmeckt das Gebäck der Burgfräuleins der fremden Ritter umso besser! 
Danke an die Ritter aus der grünen Aue und den Recken von Aue an der Elbe!
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