No more Tears in Zwibbelborne!
Geschrieben von Chefkoch   
Sonntag, 6. Dezember 2009

die gehäutete ZwiebelJa, endlich. Keiner konnte diesen Sieg mehr genießen als Rausche. Der alte Statistikfuchs teilte wie immer vor einem Spiele mit, wie sich die Ergebnisse gegen das zu spielende Team in der Vergangenheit gestalteten. Gegen die wie immer einheitlich auftretende Truppe von Einheit Borna war das auch in nur einem Satz zusammenzufassen. Noch nie hatte ein Team von Lok Nordost Leipzig gegen Einheit Borna gewonnen. Und an der Zahl sind das mindestens sechs Spiele gewesen (zurückverfolgt bis zur Saison 2003/2004).

Nun bedurfte es erst dem Abstieg der Lok, dem Weggang mehrerer Leistungsträger bei Borna, der Wiederkehr von unserem Schnelle Lars damit dieser Bann endlich gebrochen werden konnte. Alt eingesessene Lokos kennen solche Geschichten noch aus Stadtklasse und-ligazeiten. Damals hießen diese vermaledeiten Gegner Turbine Leipzig II und STOV.

Doch zum Spiel. Im ersten Spiel des Tages tat uns Borna einen riesen Gefallen und fegte überforderte und unter ihren Möglichkeiten agierende Delitzscher (die Dritte) mit 3:0 in exakt 60 Minuten aus der Halle. 16:45 Uhr begann der Häutungsprozess der Bornaer Zwiebel. Mit einer Rumpfsieben und der Entscheidung doch mit Libero zu spielen, gingen wir ein hohes Risiko ein. Bei einer  Verletzung eines Feldspielers hätten wir keine weitere Option gehabt, als einen eventuell humpelnden Spieler einfach aufs Feld zu legen. So sollte es aber nicht kommen.

Wie immer gestaltete sich ein ausgeglichenes Wechselspiel zwischen zwei sehr schnörkellos aber schön Volleyball spielenden Mannschaften. Unsere Annahme, dass unsere Annahme heute besser sein würde als letzte Woche, erwies sich als Trugschluss. Unsere Grand Dame Maik lernte bei allen Läuferpositionen recht schnell die gesamte Fläche der eigenen Spielhälfte kennen. Darüber hinaus waren die Aufschläge der Bornaer keineswegs Granaten.
Doch mit unserer im Angriff sehr ausgeglichenen Besetzung schafften wir es die Spielzwiebel recht vernünftig im gegnerischen Topf unterzubringen oder zumindest den Topfrand anzuschlagen und damit zu Punkten zu kommen. Das Protokoll hatte sich gewaschenBeim 19:19 konnte unser Block endlich mal glänzen und uns entscheidend auf 22:19 in Front bringen. Nach 22 Minuten war die erste Haut der Zwiebel weg und unsere Augen noch trocken.

In Satz zwei spielten wir dann fast fehlerlos. Ohne große Gegenwehr ließ sich die Zwiebel ihre Haut abnehmen. Dank Schutzbrille und geschicktem Ausweichen konnte uns die Zwiebel nicht ärgern. Mit 25:12 gewannen wir den Durchgang.

Satz drei offenbarte dann die Truppe aus der Wyhrastadt, dass sie noch lange nicht kleingeschnippelt war. Zu Beginn des Satz passten wir kurz nicht auf und die Zwiebel zwackte uns. Erste Tränen kullerten und damit nahm die Angriffsgenauigkeit rapide ab. Wir wehrten uns gegen die Tränen und kämpften uns immer wieder ran. Die Stationen lauteten 2:6, 5:8, 8:8, 8:11, 11:11, 14:18, 18:18, 18:22, 22:23. Doch am Ende fehlte die Kraft gegen diese dritte Haut der Zwiebel anzukämpfen. Sie wehrte sich erfolgreich mit 25:23 gegen uns.

Haut Nummer 4. Wir besannen uns auf unsere Fähigkeiten im Gemüse schneiden und knüpften an unsere Künste aus Satz zwei an. Über den gesamten Satz verteidigten wir eine vier Punkte Führung. Kurz vor dem endgültigen Aus der Zwiebel ging unsere Schutzbrille kaputt und die Zwiebel rächte sich an uns. Aua! Aus einen 21:16 wurde ein 22:24. Doch im entscheidenden Moment fanden wir eine neue Brille und zogen der Zwiebel die letzte Haut. Am Ende hieß es 30:28 führ uns.

Die Zwiebel war gehäutet, nach sechs vergeblichen Anläufen. Jetzt beißt sie keine Leute mehr, zumindest keine Lokomotiven. Doch das Salz in der Suppe kommt erst nächste Woche. Dann reißt unser ewiger Kontrahent aus Dommitzsch an. Welche Suppe in der Vorweihnachtszeit dann wohl angerührt wird?
» 2 Kommentare
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"Mmhhh, lecker" von AR am Dienstag, 8. Dezember 2009 18:33
Knusper knusper Knäuschen, wer knabbert an meen Häuschen! Wir werden sehen. Da spielen nun also am Samstag die Lebkuchen gegen die Vanillekipferl und gegen die Kokosmakronen. Na mal sehen, wer sich da im heißen Ofen verbrennt. Lebkuchen sind da härter im Nehmen.
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Kommentar von der lange am Dienstag, 8. Dezember 2009 17:12
vieleicht werden ja auch Lokomotiven-plätzchen gebachen^^
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